Auf der Suche nach der PERRY-Formel
Eine Weile habe ich mich mal wieder in den Tiefen des Wahnsinns verloren, diesmal auf der Jagd nach dem heiligen Gral der Pop-Art-Comics: PERRY, unser Mann im All! Aber statt mit einer Rakete ins Weltall zu düsen, hat ich mich mit der modernsten Waffe unserer Zeit bewaffnet: Künstliche Intelligenz! Pah! Als ob eine Maschine jemals den Schweiß und die Trränen (und vermutlich auch das Blut) unserer geliebten Comic-Künstler ersetzen könnte! Oder doch?
Zuerst hat ich PERRY Nummer 2 von ’68 durch den digitalen Fleischwolf gedreht. Das Ergebnis? So inspirierend wie ein nasser Furz im Raumanzug. Erst als ich die großen Meister wie Wood und Frazetta ins Spiel brachte, zeigte sich ein Funken Hoffnung. Edelster Sci-Fi-Stoff erblickte das Licht der KI-Welt – aber hey, das war so weit von PERRY entfernt wie Godzilla von einer Balletttänzerin! Und außerdem ZU gut!
Also weiter zum Pop-Art-Wahnsinn ab Nummer 37. Esteban Maroto und Alex Nino wurden als Verstärkung gerufen, aber erst als ich anfing, mit sref-Codes herumzufummeln (klingt das nicht wie etwas, das man besser im Schlafzimmer macht?), wurde es interessant. Und der Niji-Parameter brachte endlich den Comic-Look, nach dem ich gelechzt hatte wie ein Vampir nach Jungfrauenblut.
Aber der wahre Höhepunkt, Freunde der gepflegten Geistesumnachtung, kam mit Heinz Edelmann, dem Psycho-Papst der 60er. Plötzlich explodierten die Entwürfe derart wild, daß selbst die toten Augen von Syd Barrett vor Neid erblassen wären. Yellow Submarine trifft Acid-Trip auf der Reeperbahn – willkommen in Karls Kopf, Leute!
Der Wermutstropfen? Ganze Comic-Storys mit KI machen ist derzeit so sinnvoll wie einem Fisch das Radfahren beizubringen. Da scheitern die Dinger dran, weil sie Probleme mit Kontinuität und Konsistenz haben. Comprende? Aber für ein paar durchgeknallte Bilder, die deine Augen zum Bluten bringen, reicht’s allemal.
Und wer weiß? Vielleicht bringt mich diese ganze digitale Quacksalberei dazu, endlich mal selbst die Zeichnerei zu erlernen. Oder ich verfalle dem Wahnsinn und gründet eine Sekte, die KI-generierte PERRY-Bildchen anbetet. Bei HACKFLEISCH ist beides gleichermaßen willkommen!
Oder ... man wagt es kaum zu denken ... ich könnte ja auch in Kooperation mit einem Stiftakrobten der alten Schule die x-te PERRY-Wiederbelebung versuchen, oder? Auf Basis grandioser KI-Entwürfen müßte da doch was gehen. Man muß nur alles sinnvoll zusammenfügen und ändern, daß es paßt!
Also, ihr Trivial-Terroristen und Schund-Schamanen, haltet die Augen offen für meine nächste Eskapade. Wer weiß, vielleicht gehe ich ja auch ganz andere Wege.Ich könnte z.B. als Nächstes versuchen, mit KI eine Currywurst zu kreireen, die nach Gummibärchen schmeckt. Oder Unox-Gulaschsuppe in literarische Meisterwerke zu verwandeln. In diesem Sinne: Bis dahin: Bleibt bekloppt, lest Schund, und vergesst nicht, eure Gehirne regelmäßig mit Prinzenrollen zu füttern!
Ach ja: Und für die KI-Spinner unter Euch gibt’s bei den Bildern im nachfolgenden Album noch das eine oder andere Detail. Zum Nachmachen oder so.



